Dies ist keine Anlageberatung. Die bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf eines Finanzprodukts dar.
Der „Wholesale-Prozess“ im Aktienhandel ist ein Ausdruck, der mehrere unterschiedliche Konzepte umfasst. Die gebräuchlichste Verwendung bezeichnet den Prozess, bei dem Aktien direkt vom Emittenten oder von einem großen institutionellen Verkäufer zu einem Wholesale-Preis gekauft werden. Der Wholesale-Preis liegt unter dem Marktpreis, und der Wholesale-Preis ist nur für qualifizierte Anleger verfügbar oder für Anleger, die eine Mindestkauf-Schwelle erfüllen. Die Strategien, die den Wholesale-Prozess nutzen, können für Trader, die die Voraussetzungen erfüllen, nützlich sein, und die Strategien gehen mit Abwägungen einher, die der Trader verstehen sollte.
Was der Wholesale-Prozess ist
Der Wholesale-Prozess im Aktienhandel bezieht sich auf den direkten Kauf von Aktien vom Emittenten oder von einem großen institutionellen Verkäufer, typischerweise zu einem Abschlag auf den Marktpreis. Der Abschlag kann 5 Prozent bis 20 Prozent betragen, und der Abschlag variiert je nach Emittent, nach der Größe des Kaufs und nach den Marktbedingungen. Der Wholesale-Prozess wird von qualifizierten Anlegern, institutionellen Anlegern und einigen Personen mit hohem Nettovermögen genutzt.
Der Wholesale-Prozess ist nicht dasselbe wie eine private placement. Eine private placement ist der Verkauf von Wertpapieren an eine kleine Anzahl akkreditierter Anleger, und die private placement ist von den Registrierungsanforderungen der Wertpapiergesetze ausgenommen. Der Wholesale-Prozess ist ein breiteres Konzept, und der Wholesale-Prozess kann private placements, block trades und direkte Aktienkaufpläne umfassen.
Die wichtigsten Strategien
Die erste Strategie ist der Blockhandel. Der Trader kauft einen großen Aktienblock von einem institutionellen Verkäufer, und der Blockhandel wird mit einem Abschlag gegenüber dem Marktpreis ausgeführt. Der Blockhandel erfordert ein großes Kapital, und der Blockhandel erfordert eine Beziehung zum Verkäufer oder zu einem Broker, der den Handel vermitteln kann.
Die zweite Strategie ist der direkte Aktienkaufplan (DSPP). Der Anleger kauft Aktien direkt vom Emittenten, und der DSPP wird von vielen börsennotierten Unternehmen angeboten. Der DSPP ermöglicht es dem Anleger, Aktien mit einem Abschlag zu kaufen, und der DSPP ermöglicht es dem Anleger, die Dividenden wieder anzulegen. Der DSPP ist eine langfristige Strategie, und der DSPP eignet sich nicht für kurzfristiges Trading.
Die dritte Strategie ist die Private Placement. Der Anleger kauft Aktien vom Emittenten im Rahmen eines Private Placement, und das Private Placement ist von den Registrierungsanforderungen ausgenommen. Das Private Placement ist nur für akkreditierte Anleger verfügbar, und das Private Placement unterliegt einer Haltedauer. Die Haltedauer kann sechs Monate bis zwei Jahre betragen, und die Haltedauer schränkt die Flexibilität des Traders ein.
Die vierte Strategie ist das Bezugsrechtangebot. Der Aktionär kauft zusätzliche Aktien mit einem Abschlag gegenüber dem Marktpreis, und das Bezugsrechtangebot wird vom Emittenten den bestehenden Aktionären angeboten. Das Bezugsrechtangebot ist eine Möglichkeit, die Position zu erhöhen, und das Bezugsrechtangebot steht allen bestehenden Aktionären zur Verfügung, nicht nur qualifizierten Anlegern.
Die fünfte Strategie ist das Tender Offer. Der Anleger verkauft Aktien an den Emittenten zurück, und zwar zu einem Aufschlag gegenüber dem Marktpreis, und das Tender Offer wird vom Emittenten den bestehenden Aktionären angeboten. Das Tender Offer ist eine Möglichkeit, die Position zu beenden, und das Tender Offer steht allen bestehenden Aktionären zur Verfügung, nicht nur qualifizierten Anlegern.
Die Anforderungen
Die erste Anforderung ist das Kapital. Der Wholesale-Prozess erfordert ein erhebliches Kapital, und das Kapital reicht von €10.000 für einen DSPP bis hin zu Millionen Euro für einen Block Trade. Der Trader sollte das Kapital verfügbar haben und darauf vorbereitet sein, das Kapital für einen langen Zeitraum zu binden.
Die zweite Anforderung ist die Akkreditierung. Die Private Placement erfordert, dass der Investor ein akkreditierter Investor ist, und die Akkreditierung basiert auf dem Einkommen, dem Nettovermögen oder der beruflichen Erfahrung. Der Trader, der die Akkreditierung nicht erfüllt, kann nicht an der Private Placement teilnehmen, und der Trader sollte sich andere Strategien ansehen.
Die dritte Anforderung ist die Beziehung. Der Block Trade erfordert eine Beziehung zu einem Broker, der den Handel vermitteln kann, und die Beziehung wird im Laufe der Zeit aufgebaut. Der Trader, der neu im Wholesale-Prozess ist, sollte mit einem DSPP oder mit einem Rights Offering beginnen, und der Trader kann die Beziehung im Laufe der Zeit aufbauen.
Die vierte Anforderung ist die Geduld. Der Wholesale-Prozess ist kein schneller Trade, und der Wholesale-Prozess erfordert Geduld. Die Haltedauer kann lang sein, und der Trader sollte darauf vorbereitet sein, die Aktien für Monate oder Jahre zu halten.
Die praktischen Abwaegungen
Die erste Abwaegung ist die Liquiditaet. Der Wholesale-Prozess verringert die Liquiditaet der Position, und der Trader kann moeglicherweise die Aktien nicht schnell verkaufen. Der Trader, der Liquiditaet benoetigt, sollte den Wholesale-Prozess nicht nutzen, und der Trader sollte stattdessen den oeffentlichen Markt in Betracht ziehen.
Die zweite Abwaegung ist der Abschlag gegenueber dem Marktpreis. Der Wholesale-Preis liegt unter dem Marktpreis, aber der Wholesale-Preis ist nicht garantiert. Der Marktpreis kann unter den Wholesale-Preis fallen, und der Trader kann am Ende eine Position haben, die weniger wert ist als der Kaufpreis. Der Trader sollte den Wholesale-Preis mit dem Marktpreis vergleichen und nicht davon ausgehen, dass der Abschlag ein garantierter Gewinn ist.
Die dritte Abwaegung sind die Gebuehren. Der Wholesale-Prozess kann hoehere Gebuehren haben als der oeffentliche Markt, und die Gebuehr kann eine Platzierungsgebuehr, eine Strukturierungsgebuehr oder eine Verwahrgebuehr sein. Der Trader sollte die Gesamtkosten berechnen und die Gesamtkosten mit den Kosten fuer den Kauf auf dem oeffentlichen Markt vergleichen.
Haeufige Fragen zum Wholesale-Prozess
Wer kann am Wholesale-Prozess teilnehmen? Der Wholesale-Prozess steht qualifizierten Investoren, institutionellen Investoren und Personen mit hohem Nettovermoegen zur Verfuegung. Die Anforderungen zur Akkreditierung variieren je nach Rechtsraum, und der Trader sollte die lokalen Regeln pruefen.
Wie hoch ist der typische Rabatt? Der Rabatt liegt zwischen 5 Prozent und 20 Prozent, und der Rabatt variiert je nach Emittent, nach der Groesse und nach den Marktbedingungen. Der Trader sollte den Rabatt mit den Gebuehren vergleichen und den Nettorabatt berechnen.
Kann ich die Aktien sofort nach dem Wholesale-Kauf verkaufen? Die Aktien koennen einer Haltedauer unterliegen, und die Haltedauer kann sechs Monate bis zwei Jahre betragen. Der Trader sollte die Haltedauer pruefen und darauf vorbereitet sein, die Aktien fuer den erforderlichen Zeitraum zu halten.
Verwandte Ressourcen
Wo anfangen
Wenn du den Wholesale-Prozess bewertest, ist der hilfreichste erste Schritt, die Strategien zu identifizieren, die zu deinem Kapital, deinem Qualifikationsstatus und deinem Zeithorizont passen. Unsere Broker-Vergleichsseite listet die Broker auf, die Zugang zum Wholesale-Prozess anbieten. So erfährst du gemeinsam, was der Broker bietet, bevor du die erste Wholesale-Transaktion platzierst.